Chipolo: Schlüsselfinder (taugt auch für andere Gegenstände)

Sie nutzen Dienstschlüssel, die zu einer teuren Schlüsselanlage gehören? Sie suchen ständig Ihren Terminkalender oder verlegen andere Gegenstände gerne mal bei der Arbeit? Dann könnte “Chipolo” für Sie hilfreich sein. Der kleine bunte Chip nutzt Bluetooth 4.0-Technik und ermöglicht die Lokalisierung verlorener Gegenstände in einem Umkreis von bis zu 60 Metern. Mit einem Apple- oder Android-Gerät lässt sich auf einer Karte anzeigen, wo der Chip zu finden ist. Außerdem beinhaltet das kleine bunte Plastikscheibchen ein Thermometer.
Größter Wermutstropfen ist die sehr eingeschränkte Kompatibilität. Während viele Smartphones bereits das notwendige Bluetooth 4.0 beherrschen,  findet sich nur auf neueren Geräten Android 4.3  und aufwärts. Bei iOS-Geräten wird Version 6.1.3 oder höher verlangt.

Weitere Infos auf www.chipolo.net
Fazit: Ein tolle Idee, um Gegenstände schneller wiederzufinden. Die recht hohen technischen Voraussetzungen schränken den NutzerInnenkreis aber leider etwas ein.

 

 

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ZDF plant neuen Spartensender zum Thema psychische Gesundheit

Bild zeigt sitzendes Piktogrammmänchen vor einem FernseherDas ZDF arbeitet zur Zeit am Konzept für einen Sender mit dem Schwerpunktthema “Psychische Gesundheit”.
Neben Reportagen, Dokumentationen und Wissenschaftsendungen zur psychischen Gesundheit soll auch die psychiatrische Versorgung thematisch nicht zu kurz kommen. Hierzu sollen z.B. regelmäßig Fachkliniken und ihre jeweiligen Konzeptionen vorgestellt werden. Eine Kultursendung wird wöchentlich von den vielfältigen kulturellen Veranstaltungen in psychiatrischen Kliniken berichten. Man denke hierbei z.B. an Dichterlesungen, Ausstellungseröffnungen, Konzerte und Theateraufführungen, so ein ZDF-Sprecher. Psychiater Manfred Lütz wird voraussichtlich eine wöchentliche Kabarett-Sendung präsentieren. Der geplante Titel der Sendung: “Mach` keine Anstalten!”

Momentan wird noch eifrig an der Konzeption gefeilt, der Sender wird frühestens am 1. April 2016 zu sehen sein.
Bei dem Artikel handelte es sich um einen Beitrag zum 1. April. Der hier vorgestellte Sender ist (leider) rein fiktiv.

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Ergebnisse der Fachtagung “Spielregeln” psychiatrischer Versorgung zwischen Markt und Regulierung

Vom 20. bis zum 21. Februar 2014 fand in Berlin eine Fachtagung zu ökonomischen Aspekten der (regionalen) Psychiatrie statt. Das Themenspektrum der Vorträge und Workshops reichte dabei von der Diskussion um das geplante Vergütungssystem “PEPP”, über Auswirkungen veränderter Arbeitsbedingungen auf ArbeitnehmerInnen bis zur Partizipation psychisch erkrankter Menschen.
Schon kurz nach der Tagung waren bereits die meisten Vorträge und Workshopbeiträge online. Sie können auf der folgenden Seite eingesehen und heruntergeladen werden:

http://www.fachtagung-psychiatrie.org/index.php/id-2014.html

 

 

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Rezension “Das Weddinger Modell. Resilienz- und Ressourcenorientierung im klinischen Kontext”

Bild Piktogramm-Männchen hilft anderem auf eine Buchseite zu steigenAuf Socialnet.de ist vor einigen Tagen meine Rezension zum folgenden Buch erschienen:

Lieselotte Mahler, Ina Jarchov-Jàdi, Christiane Montag, Jürgen Gallinat: Das Weddinger Modell. Resilienz- und Ressourcenorientierung im klinischen Kontext. Psychiatrie Verlag GmbH (Köln) 2014. 272 Seiten. ISBN 978-3-88414-555-5. D: 34,95 EUR, A: 36,00 EUR.

Link zur Rezension auf socialnet.de

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Forderung nach mehr Psychotherapie bei Erkrankung an Schizophrenie

Lange Zeit galt die Psychotherapie bei Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung als kontraindiziert. Die früheren Thesen, Psychotherapie zeige keine Wirkung oder schade sogar den erkrankten Menschen, sind mittlerweile überholt. Die Autoren Andreas Bechdolf und Stefan Klingberg fassen die Ergebnisse verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen zur Wirksamkeit psychotherapeutischer  Interventionen bei Schizophrenie zusammen.

“Psychotherapeutische Interventionen bei Patienten mit schizophrenen Störungen wirken günstig auf den Symptomverlauf [...] und unterstützen die Krankheitsverarbeitung der Betroffenen. Darüber kann der Krankheitsverlauf wesentlich verbessert werden. Die Evidenzlage ist erschlagend.”
In Studien zeigte sich, dass therapeutische Interventionen unter Einbeziehung der Familie besonders effektiv ist.  Zu diesen Interventionen gehören Information, Kommunikationstraining und die Früherkennung von Symptomen. Auch für die Psychoedukation und für die Kognitive Verhaltenstherapie in Einzelsitzungen gibt es eine hohe Evidenz.
Für die “medikamentös behandlungsresistente Schizophrenie”, insbesondere bei andauernder Positivsymptomatik wird die kognitive Verhaltenstherapie nach einer DGPPN-Richtlinie von 2006 empfohlen.
Die Autoren fordern u.a. Flexibilisierungen im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung, um Interventionen in der Familie, ambulante Gruppentherapien und verkürzte Sitzungen und Therapieverläufe zu ermöglichen.
Den kompletten Text können Sie hier herunterladen (Stand: Feb. 2014):
http://www.ddpp.eu/publikationen.html

Quelle:
Bechdolf, A. & Klingberg S. (2014). Psychotherapie bei schizophrenen Störungen: Kein Evidenz-, sondern ein Implementierungsproblem. Psychiatrische Praxis, 41 (01). 8-10.

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Petition fordert Verschiebung der Einführung des neuen Entgeltsystems in der Psychiatrie

blank_document_signature_pen_800_6425Bis zum 24.01.2014 besteht noch die Möglichkeit, eine Petition mitzuzeichnen, die fordert, dass das neue Psychiatrie-Entgeltsystem (“PEPP”) erst 2017 eingeführt wird. Die spätere Einführung soll vor allem die Möglichkeit eröffnen, “sachgerechte Alternativen zum geplanten System zu entwickeln”. Den gesamten Petitionstext und die Möglichkeit, mitzuzeichen haben Sie unter dem folgenden Link:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2013/_10/_25/Petition_46537.html

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Rezension “Soziale Psychiatrie. Band 2. Anwendung” von Wulf Rössler und Wolfram Kawohl

 

Aufbau

Das Buch umfasst fünf Teile.

Zu Teil 1: Präventive Ansätze

Der erste Teil befasst sich in drei Kapiteln mit der Suizidprävention, der Prävention von Suchterkrankungen und mit der Früherkennung von Psychosen.

Ajdacic-Gross stellt Risikofaktoren und eine Typologie des Suizids vor, um dann auf verschiedene Präventionsstrategien, insbesondere im Rahmen von Interventionen in der Öffentlichkeit, näher einzugehen.

Wulf Rössler, Wolfram Kawohl (Hrsg.): Soziale Psychiatrie. 2. Anwendung. Kohlhammer Verlag (Stuttgart) 2013. 523 Seiten. ISBN 978-3-17-021988-5. 69,90 EUR.

Die Autoren Mutschler, Kowalewski und Kiefer differenzieren im Kapitel zur Prävention der Abhängigkeitserkrankungen zunächst die Begrifflichkeiten „schädlicher Konsum“, „Missbrauch“ und „Abhängigkeit“, um dann auf epidemiologische und neurologische Aspekte sowie die Evidenz von suchtpräventiven Maßnahmen einzugehen. Sie spannen dabei den Bogen von den legalen Substanzen Tabak und Alkohol bis zu den wichtigsten illegalen Drogen, mit dem Schwerpunkt auf erstere. Das Kapitel schließt mit Überlegungen zu den Grenzen und Fallstricken der Suchtprävention.
Weiterlesen auf Socialnet.de

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Happy New Year

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Der Gemeindepsychiatrie wünsche ich für das neue Jahr:

- Ökonomisierung nur, wenn sie den KlientInnen dient
- genauso engagierte MitarbeiterInnen wie im Jahr 2013
- mehr wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Eingliederungshilfe
- eine Annerkennung von EX-IN-AbsolventInnen als Fachkräfte im Rahmen eines prozentualen Anteils in gemeindepsychiatrischen Teams (SGB XII)
- noch viel mehr Mitbestimmung seitens der NutzerInnen, Psychiatrie-Erfahrenen, KlientInnen (sucht Euch was aus)
- eine weitere Ausbreitung des Recovery-Gedankens, und viele erfolgreiche Recovery-Geschichten, die auch wahrgenommen werden
- zunehmende Beachtung der Sozialpsychiatrie in der DGPPN, die sich momentan ja schon abzeichnet
- mehr psychiatrische FachpflegerInnen in gemeindespsychiatrischen Teams
- weitere Schritte beim Überbrücken der Kluften zwischen den Sozialgesetzbüchern
- junge TeilnehmerInnen auf Tagungen und Kongressen, die eine neue Generation in der Gemeindepsychiatrie entstehen lassen
- Mut, den “Offenen Dialog” auch in den Wohnhilfen häufiger einzuführen
- viele neue, gute Fachbücher
… und selbstverständlich ein Arbeiten, von dem unsere KlientInnen profitieren

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Gemeindepsychiatrie.Info wünscht schöne Weihnachtstage

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Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie schreibt Forschungspreise aus.

Die DGSP prämiert wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Sozialpsychiatrie, die theoretischer oder empirischer Natur sein können. Bei Eignung werden eingereichte Arbeiten zur Veröffentlichung bei den unterstützenden Verlagen empfohlen (Paranus Verlag, Psychiatrie Verlag). Die Arbeit darf nicht älter als zwei Jahre sein.
Neben dem eigentlichen Forschungspreis, der bereits zum neunten Mal vergeben wird, können sich nicht promovierte WissenschaftlerInnen unter 35 Jahren für den Nachwuchspreis mit Projektarbeiten, Bachelor-, Diplom- und Masterarbeiten bewerben.

Weitere Informationen zu den beiden Ausschreibungen finden Sie auf den entsprechenden Seiten der DGSP.

–> zur DGSP-Seite

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