Rezension zu Thomas Bock u.a. “Sinnsuche und Genesung”

Bücher_RezensionAuf Socialnet gibt es ein neue Rezension zum Buch von Thomas Bock u.a.: “Sinnsuche und Genesung. Erfahrungen und Forschungen zum subjektiven Sinn von Psychosen”:

Auszug:
Das AutorenInnenteam um Thomas Bock nahm die SuSi-Studie zum Anlass, ein Buch über Sinnsuche und Genesung im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen zu publizieren. Die theoretischen Grundlagen zur empirischen Studie, die sich mit dem Sinn psychischer Erkrankungen befasst, werden ausführlich vorgestellt und sind für viele LeserInnen sicherlich interessantes Neuland.
Komplette Rezension lesen (auf socialnet)

 

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KlientInnen in Kontakt bringen: Pumpipumpe

01_pumpipumpe_logoVon einem tollen Projekt aus der Schweiz könnten besonders KlientInnen profitieren, die Schwierigkeiten beim Aufbau von Kontakten zur Nachbarschaft oder einer Hausgemeinschaft haben, sich diesen Kontakt aber wünschen. Auf der Internetseite des Projekts können Aufkleber bestellt werden, auf denen Gegenstände abgebildet sind, die man gerne an Nachbarn verleihen würde. Diese Aufkleber werden dann mit dem einem entsprechenden Hinweis-Sticker am Briefkasten angebracht, um Nachbarn darauf aufmerksam zu machen. Die Sticker werden kostenlos verschickt. Folgende positive Effekte können sich hier für KlientInnen einstellen:

- Nachbarn kommen auf einen zu, Kontakte werden gefördert.
- Häufig sind KlientInnen diejenigen, die Hilfe durch andere erfahren, hier erleben sie das Gefühl, dass sich andere über ihre Unterstützung freuen.
- finden sich in der Nachbarschaft Nachahmer, so kann mitunter Geld gespart werden, weil bestimmte Anschaffungen nicht nötig sind (man kann sie sich ja gelegentlich ausleihen).
- Ökologische und nicht zuletzt finanzielle Ressourcen werden geschont

Hier geht es zur Homepage von PumpiPumpe

 

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Vorgestellt: Zeitschrift “Treffpunkte”

ZeitschriftenDie Zeitschrift “Teffpunkte” wird herausgegeben von der Bürgerhilfe Sozialpsychiatrie Frankfurt am Main e.V. Sie sieht sich als Sprachrohr für alle Akteure der Sozialpsychiatrie. Ihr Schwerpunkt liegt zwar auf der Region Rhein-Main und Hessen, die Themen haben aber häufig einen überregionalen Bezug. Die Zeitschrift berichtet z.B. von Projekten der integrierten Versorgung und über das neue DSM V oder zu einer Fachtagung zum Thema “Nähe und Distanz. Die Vorstellung neuer regionaler Projekte gibt immer wieder Anregungen für die Arbeit im eigenen regionalen Umfeld. Wer in alten Ausgaben der Zeitschrift stöbern möchte, findet ein umfangreiches Archiv der kompletten Ausgaben, die in den letzten zehn Jahren erschienen sind.
Der Link zum Archiv:
http://www.bsf-frankfurt.de/archiv/

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Info in eigener Sache: Gemeindepsychiatrie.Info gibt es jetzt auch als App

Das Gemeindepsychiatrie-Blog kann seit einigen Tagen auch mittels einer App für Apple iOS und für Android gelesen werden.
Die App bietet vor allem eine bessere Übersicht, außerdem lassen sich Texte einfacher erfassen, weil sie sich automatisch an die Größe des entsprechenden mobilen Geräts anpassen. Wenn Sie sich die App auf Ihr Mobilgerät laden möchten, können Sie den Link unten verwenden oder gelangen über den QR-Code direkt auf die entsprechende Play-Store- oder iTunes-Seite:

 

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.nebelhorn.gemeindepsychiatrie
https://itunes.apple.com/app/gp-gemeindepsychiatrie.info/id873294756?mt=8

Für die Technik-Interessierten:
Die einfache Erstellung der App wurde durch das Start-Up “Blappsta” ermöglicht, es wird lediglich ein WordPress-PlugIn benötigt, in dem man das gewünschte Design der App anpassen kann. Die Änderungen des Designs können sofort auf dem eigenen Smartphone oder auf einem Web-Emulator nachvollzogen werden. Die  Mitarbeiter von “Blappsta” kümmern sich um alles weitere im Hintergrund und stellen die App z.B. bei Google Play und iTunes ein. Auch wenn es an einigen Stellen bei der technischen Umsetzung schon mal etwas hakt und knirscht ist die Möglichkeit, schnell und unkompliziert das persönliche Blog in eine App zu überführen eine tolle Sache. Die technische Unterstützung (im Rahmen eines Beta-Tests) war hervorragend und der Kontakt sehr freundlich und zuvorkommend. Das Ganze wird durch Werbung finanziert, wobei die Blappsta-Macher sich klar von unseriöser Werbung (sowohl qualitativ als auch quantitativ) distanzieren. Wer selbst ein WordPress-Blog hat und dieses gerne als App anbieten möchte, kann sich das Angebot von Blappsta ja mal anschauen:
http://www.blappsta.com/

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Anhörung zu PEPP im Ausschuss für Gesundheit

Am Mittwoch, den 7. Mai 2014 fand im Ausschuss für Gesundheit eine öffentliche Anhörung zur umstrittenen Einführung des Pauschalierenden Entgeltsystems Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) statt. Insgesamt 15 Sachverständige wurden gehört, hierunter fanden sich auch bekannte Vertreter aus den Reihen der Sozial- und Gemeindepsychiatrie (u.a. Nils Greve, Prof. Dr. Peter Kruckenberg).
Weiter unten haben Sie die Möglichkeit, die Ausschusssitzung als Video anzuschauen. Wer die Stellungnahmen der Sachverständigen nachlesen möchte, kann das unter diesem Link tun.

 

 

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Chipolo: Schlüsselfinder (taugt auch für andere Gegenstände)

Sie nutzen Dienstschlüssel, die zu einer teuren Schlüsselanlage gehören? Sie suchen ständig Ihren Terminkalender oder verlegen andere Gegenstände gerne mal bei der Arbeit? Dann könnte “Chipolo” für Sie hilfreich sein. Der kleine bunte Chip nutzt Bluetooth 4.0-Technik und ermöglicht die Lokalisierung verlorener Gegenstände in einem Umkreis von bis zu 60 Metern. Mit einem Apple- oder Android-Gerät lässt sich auf einer Karte anzeigen, wo der Chip zu finden ist. Außerdem beinhaltet das kleine bunte Plastikscheibchen ein Thermometer.
Größter Wermutstropfen ist die sehr eingeschränkte Kompatibilität. Während viele Smartphones bereits das notwendige Bluetooth 4.0 beherrschen,  findet sich nur auf neueren Geräten Android 4.3  und aufwärts. Bei iOS-Geräten wird Version 6.1.3 oder höher verlangt.

Weitere Infos auf www.chipolo.net
Fazit: Ein tolle Idee, um Gegenstände schneller wiederzufinden. Die recht hohen technischen Voraussetzungen schränken den NutzerInnenkreis aber leider etwas ein.

 

 

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ZDF plant neuen Spartensender zum Thema psychische Gesundheit

Dstick_figure_watching_tv_pc_800_3837as ZDF arbeitet zur Zeit am Konzept für einen Sender mit dem Schwerpunktthema “Psychische Gesundheit”.
Neben Reportagen, Dokumentationen und Wissenschaftsendungen zur psychischen Gesundheit soll auch die psychiatrische Versorgung thematisch nicht zu kurz kommen. Hierzu sollen z.B. regelmäßig Fachkliniken und ihre jeweiligen Konzeptionen vorgestellt werden. Eine Kultursendung wird wöchentlich von den vielfältigen kulturellen Veranstaltungen in psychiatrischen Kliniken berichten. Man denke hierbei z.B. an Dichterlesungen, Ausstellungseröffnungen, Konzerte und Theateraufführungen, so ein ZDF-Sprecher. Psychiater Manfred Lütz wird voraussichtlich eine wöchentliche Kabarett-Sendung präsentieren. Der geplante Titel der Sendung: “Mach` keine Anstalten!”

Momentan wird noch eifrig an der Konzeption gefeilt, der Sender wird frühestens am 1. April 2016 zu sehen sein.
Bei dem Artikel handelte es sich um einen Beitrag zum 1. April. Der hier vorgestellte Sender ist (leider) rein fiktiv.

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Ergebnisse der Fachtagung “Spielregeln” psychiatrischer Versorgung zwischen Markt und Regulierung

Vom 20. bis zum 21. Februar 2014 fand in Berlin eine Fachtagung zu ökonomischen Aspekten der (regionalen) Psychiatrie statt. Das Themenspektrum der Vorträge und Workshops reichte dabei von der Diskussion um das geplante Vergütungssystem “PEPP”, über Auswirkungen veränderter Arbeitsbedingungen auf ArbeitnehmerInnen bis zur Partizipation psychisch erkrankter Menschen.
Schon kurz nach der Tagung waren bereits die meisten Vorträge und Workshopbeiträge online. Sie können auf der folgenden Seite eingesehen und heruntergeladen werden:

http://www.fachtagung-psychiatrie.org/index.php/id-2014.html

 

 

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Rezension “Das Weddinger Modell. Resilienz- und Ressourcenorientierung im klinischen Kontext”

Titelbild Weddinger ModellAuf Socialnet.de ist vor einigen Tagen meine Rezension zum folgenden Buch erschienen:

Lieselotte Mahler, Ina Jarchov-Jàdi, Christiane Montag, Jürgen Gallinat: Das Weddinger Modell. Resilienz- und Ressourcenorientierung im klinischen Kontext. Psychiatrie Verlag GmbH (Köln) 2014. 272 Seiten. ISBN 978-3-88414-555-5. D: 34,95 EUR, A: 36,00 EUR.

Link zur Rezension auf socialnet.de

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Forderung nach mehr Psychotherapie bei Erkrankung an Schizophrenie

TherapieLange Zeit galt die Psychotherapie bei Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung als kontraindiziert. Die früheren Thesen, Psychotherapie zeige keine Wirkung oder schade sogar den erkrankten Menschen, sind mittlerweile überholt. Die Autoren Andreas Bechdolf und Stefan Klingberg fassen die Ergebnisse verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen zur Wirksamkeit psychotherapeutischer  Interventionen bei Schizophrenie zusammen.

“Psychotherapeutische Interventionen bei Patienten mit schizophrenen Störungen wirken günstig auf den Symptomverlauf [...] und unterstützen die Krankheitsverarbeitung der Betroffenen. Darüber kann der Krankheitsverlauf wesentlich verbessert werden. Die Evidenzlage ist erschlagend.”
In Studien zeigte sich, dass therapeutische Interventionen unter Einbeziehung der Familie besonders effektiv ist.  Zu diesen Interventionen gehören Information, Kommunikationstraining und die Früherkennung von Symptomen. Auch für die Psychoedukation und für die Kognitive Verhaltenstherapie in Einzelsitzungen gibt es eine hohe Evidenz.
Für die “medikamentös behandlungsresistente Schizophrenie”, insbesondere bei andauernder Positivsymptomatik wird die kognitive Verhaltenstherapie nach einer DGPPN-Richtlinie von 2006 empfohlen.
Die Autoren fordern u.a. Flexibilisierungen im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung, um Interventionen in der Familie, ambulante Gruppentherapien und verkürzte Sitzungen und Therapieverläufe zu ermöglichen.
Den kompletten Text können Sie hier herunterladen (Stand: Feb. 2014):
http://www.ddpp.eu/publikationen.html

Quelle:
Bechdolf, A. & Klingberg S. (2014). Psychotherapie bei schizophrenen Störungen: Kein Evidenz-, sondern ein Implementierungsproblem. Psychiatrische Praxis, 41 (01). 8-10.

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